Erster Scheidegger Eisstock- Dorfmeister auf dem Kurhaus-Weiher ermittelt
Überraschungssieger auf Natureis

Es waren die ersten Scheidegger Eisstock-Dorfmeisterschaften, und dennoch gab es einen klaren Favoriten. Das Team vom Kurhaus hatte immerhin schon dreimal die offenen Stadt-Meisterschaften in Lindenberg gewonnen.
Doch auf dem Natureis des zugefrorenen Kurhaus-Weihers sah alles ganz anders aus. Sieg- und punktlos belegte das Team "Kurhaus 1" den letzten Platz. Über den Sieg konnte sich "Heizungsbau Fehr" freuen. Insgesamt sieben Teams traten bei eisigen Temperaturen an.
Eine allzu lange Zeit der Vorbereitung auf das Turnier gab es nicht. "Wir konnten erst kurzfristig bei Beginn der Frostperiode einen Termin festlegen", sagt Werner Fehr. Er wohnt in Sichtweite des Kurhauses und hat hier schon seit vielen Jahren immer wieder "aus Gaudi" gespielt. Seine Idee einer Dorfmeisterschaft begeisterte auf Anhieb immerhin sieben Teams - in der Sprache der Stockschützen "Moarschaften" genannt.
Spaß und Ehrgeiz
Voraussetzung war, dass jeder Mitspieler entweder in Scheidegg wohnt, hier arbeitet oder einem örtlichen Verein angehört. Mit Spaß, aber durchaus auch sportlichem Ehrgeiz spielten die Teams den Sieger aus. Das Finale wurde zu einer klaren Angelegenheit für das Team "Fehr Heizungsbau" mit Florian Fehr, Werner Fehr, Fabian Schorer und Jockel Milz.
Mit 37 zu 5 Punkten gewannen die vier gegen das Team "Gretter 1" mit Harald Kessler, Andreas Immler, André Eckert und Mathias Sinz.
Andere Bedingungen
Die weiteren Plätze belegten die "Lindenhof Oldstars" mit Mannschaftsführer Harald Rädler, das Team "Melodi" (Horst Varga), "Kurhaus 2" (Max Sinz), Gretter 2 (Heini Schorer) und "Kurhaus 1" (Martin Sinz). Die Bedingungen auf Natureis seien anders als auf einer Kunsteisanlage - befand am Ende nicht nur Werner Fehr, der als Organisator letztlich auch zu den Gewinnern zählte. Auch Oliver Baldauf, erster Vorsitzender des Fördervereins der Lindenberger Kunsteisanlage, war mit Spaß beim Scheidegger Turnier dabei.
"Das ist mal was anderes", stellte auch er fest. Oft innerhalb weniger Minuten veränderten sich die Bedingungen und forderten so das Können der Spieler, um mit genau dem richtigen Schwung ihren Stock möglichst nahe an der Daube zu platzieren. Die Preise für die Teilnehmer hatte das Scheidegger Kurhaus gestiftet.





