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Weiler-Simmerberg könnte das Eschenlohr-Haus kaufen

Platz für ein neues Museum

Weiler-Simmerberg könnte das Eschenlohr-Haus kaufen

Es ist eines der Häuser, die das Ortsbild von Weiler prägen: das Eschenlohr-Haus, welches direkt neben dem Heimatmuseum steht. Es befindet sich derzeit noch in Privatbesitz, doch die Eigentümer haben der Gemeinde Weiler-Simmerberg das Angebot gemacht, das Gebäude zu kaufen.

"Der Preis wäre machbar", meinte Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph bei einer Begehung des Hauses durch den Bauausschuss des Gemeinderates, ohne allerdings eine konkrete Summe zu nennen. Mit dabei war auch Ortsheimatpfleger Gerd Zimmer.


Der frühere 2. Bürgermeister machte seinen ehemaligen Ratskollegen deutlich, wie bedeutsam das 1910 errichtete Haus aus geschichtlicher Sicht ist. Errichtet wurde es von Baumeister Georg Bufler (1878-1950), der als Planer und Architekt mit seinen Bauten ein halbes Jahrhundert lang den Ortskern von Weiler gestaltet und geprägt hat.

Jugendstil-Elemente

Die meisten Gebäude rund um den Bahnhof tragen seine Handschrift. Während sich die Gemeinderäte im Inneren des Gebäudes selbst ein Bild von den "wunderschönen Stuckdecken und Jugendstil-Elementen" (Rudolph) machen konnten, erzählte Zimmer unter anderem, dass beim Bau des Eschenlohr-Hauses die ersten italienischen Gastarbeiter in Weiler beschäftigt waren.

"Sie hatten sogar einen eigenen Koch dabei", sagte Zimmer und ergänzte: "Bufler war der Perfektionist im Westallgäu, was Wohn- und Geschäftshäuser angeht." Er sprach sich für einen Ankauf durch die Gemeinde aus.

Rudolph ließ durchklingen, dass es eine einmalige Chance wäre, das Haus, welches an der Alois-von-Brinz-Straße liegt und an dem praktisch jedes Auto vorbeifährt, das in den Ortskern will, in Gemeindebesitz zu bringen. "Es wäre wichtig für die städtebauliche Entwicklung." Er zeigte die Möglichkeit auf, hier die pflanzenkundliche Schausammlung unterzubringen und in einer zeitgemäßeren Aufmachung zu neuer Attraktivität zu bringen. Auch konnte in dem Haus die Ausstellung der Sammlung Wiedra sein.

Es handelt sich hierbei um 800 bis 1000 Exponate zum Thema Volksfrömmigkeit, geschnitzte Figuren und Hinterglasbilder, die die Weilerer Bürgerin Gertrud Wiedra der Gemeinde überlassen will. Zusammen mit dem Heimatmuseum könnte das Eschenlohr-Haus, das innen derzeit teilweise saniert wird, also eine Art "Museumsinsel" bilden. In einer der nächsten Sitzung wird sich der Marktgemeinderat nochmals mit dem Thema Ankauf befassen.

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