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Arzt aus dem Landkreis Lindau wegen Verkauf von Viren verurteilt

Arzt aus dem Landkreis Lindau wegen Verkauf von Viren verurteilt

Der Mediziner züchtete Viren für die Behandlung von Krebspatienten und soll damit über 600 000 Euro verdient haben. Doch im Labor fehlte wohl jegliche Kontrolle. Es gibt auch einen Zusammenhang mit dem Ausbruch von Pocken.

Offiziell hatte der Arzt aus dem Landkreis Lindau nur ein Forschungslabor betrieben. Doch bei einer Kontrolle vor drei Jahren ist alles aufgeflogen: Jahrelang hatte der Mann sogenannte onkolytische Viren gezüchtet und sie an Krebspatienten verkauft.

Noch am Tag der Kontrolle beschlagnahmten Staatsanwaltschaft und Lindauer Kriminalpolizei hunderte Ampullen mit Viren. Nun musste sich der Arzt vor dem Lindauer Amtsgericht verantworten. Bei der Verhandlung taten sich Abgründe auf - und der Verdacht, dass der Arzt für einen Pockenausbruch im Jahr 2013 mitverantwortlich sein könnte.

Eine Frau war am Vacciniavirus, einer Mischung aus Menschen- und Kuhpocken, erkrankt. Es war der Frau im Rahmen einer Krebstherapie verabreicht worden. Der Arzt wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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