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25.01.2012
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Asklepios investiert 15 Millionen Euro in Lindau

Krebsbehandlung, Privatbetten und mehr Hygiene

Asklepios investiert 15 Millionen Euro in Lindau

Asklepios will in den nächsten drei Jahren rund 15 Millionen Euro in das Lindauer Krankenhaus investieren. Errichtet werden soll ein Anbau für Strahlentherapie, Dialyse und Privatbetten.

Im Inneren will der nach eigenen Angaben "größte privatwirtschaftliche Klinikbetreiber Europas" für mehr Hygiene rund um den OP-Bereich sorgen und die Intensivstation verbessern. Er rechnet mit sechs bis sieben Millionen Euro Zuschuss aus der Staatskasse.

Asklepios kämpft mit den Finanzen. Der neue Geschäftsführer Daniel Weiß und sein Kollege Bernd Hirtreiter verweisen darauf, dass die Lindauer Klinik im vergangenen Jahr wieder zwischen 1,4 und 1,5 Millionen Euro Defizit erwirtschaftet haben dürfte. Das bedeutet: "Wir müssen die Fixkosten senken." Deshalb plant Asklepios unter anderem eine Privatstation mit 18 Einzelzimmern. "Derzeit haben wir nur Zwei- und Dreibettzimmer im Haus."

Zum neuen Angebot soll in absehbarer Zeit die Onkologie (Krebsbehandlung) gehören. Zusammen mit den Konstanzer Ärzten Hansjörg und Felix Zwicker sowie Peter Köhler will Asklepios eine Strahlentherapiepraxis in der Lindauer Klinik aufbauen. Während der Krankenhauskonzern für sieben Millionen Euro das Gebäude errichtet, finanziert Hansjörg Zwicker die rund zwei Millionen Euro teure Technik.

Für den geplanten Anbau soll das bisherige Verwaltungsgebäude der Klinik im Osten des Areals abgerissen werden. So ergebe sich auch die Möglichkeit, den Neubau über eine Brücke mit dem Haupthaus zu verbinden, schilderte Weiß gut 30 Kreisräten, die zu einem Informationsnachmittag ins Krankenhaus gekommen waren. Wenn das Genehmigungsverfahren glatt läuft, sollen die Bauarbeiten in rund einem Jahr starten und Anfang 2014 das neue Gebäude bezogen sein.

Kurzzeitpflege wird verkleinert

Asklepios will außerdem die Kurzzeitpflege verkleinern. Im Durchschnitt seien nur sechs bis acht der 24 Betten belegt.

Andererseits fehle aber Platz, um die vom Gesundheitsministerium bereits genehmigte Akutgeriatriestation (in der altersbedingte Krankheiten behandelt werden) aufbauen zu können. Die Verantwortlichen bieten an, die Kurzzeitpflege mit etwa acht Betten weiterzuführen - wenn der Rest der Krankenzimmer dann für die Akutgeriatrie nutzen darf.

Damit das möglichst schnell passiert, kümmern sich Krankenhaus und Landratsamt gemeinsam um Alternativen. So will das Hospital auf der Insel sechs zusätzliche Kurzzeitpflegebetten bereitstellen. Erst wenn diese Variante funktioniert, will der Kreistag dem Wunsch der Klinik nach einem Teilabbau der Kurzzeitpflege zustimmen.

Der Landkreis Lindau hatte das Krankenhaus 2004 in private Hände übergeben: Procuramed hatte den Betrieb übernommen und vom Kreis praktisch als "Ablöse" das bis Herbst 2004 aufgelaufene Millionendefizit erstattet bekommen. 2008 übernahm Asklepios den Betrieb. Der Gebäude selbst gehört immer noch dem Landkreis, weshalb die Kreisräte bei allen Investitionen über 100 000 Euro ein Mitspracherecht haben.

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