Heuer keine bestimmten Faschingstrends erkennbar - Umfrage in Lindenberg
"Vom Cowboy bis zum Zwerg"

Eine Hexe mit Besen, spitzem Hut und krummer Nase? Oder eine Prinzessin im rosaroten Kleid, goldener Krone und roten Lippen? Oder etwas ganz anderes?
Heuer gibt es keinen eindeutigen Faschingstrend, wie eine Umfrage bei Verkäufern und Kunden in Lindenberger Geschäften zeigt, die Kostüme anbieten.
"Wir haben schon verschiedene Kostüme verkauft, vom Cowboy bis zum Zwerg", sagt Heinz Deuring von Spielwaren Deuring. Trotzdem blieb der große Ansturm bis jetzt noch aus. "Viele kaufen ihre Verkleidung in der letzten Minute ein. Zum Beispiel einen Tag vorher oder gar erst am Vormittag vor dem Lindenberger Sportlerball", sagt Deuring. Dieser findet am kommenden Samstag statt.
Im Kaufmarkt gibt es für Erwachsene besonders ausgefallene Verkleidungen. Neben einem pinken Hasen gibt es ein Bierflaschenkostüm, das heuer neu im Sortiment ist. "Das kommt bei den Männern bestimmt gut an", sagt der Abteilungsleiter Rainer Grath. Die Faschingskostüme sind schon seit Silvester zu haben. "Am häufigsten verkauft wurde bisher der Wolf für Kinder, bei Frauen waren es Marienkäfer und Biene Maja", sagt Grath.
Die neunjährige Anna Wiedemann ist mit ihrer Mutter im Kaufmarkt auf der Suche nach einem Kostüm. Dabei hat sie schon eine genaue Vorstellung: "Ich möchte ein Clown sein, genau wie letztes Jahr. Mit einem Hut." Tragen wird sie ihr Kostüm auf den Umzügen in Weiler und Scheidegg.
Ein ganzes Fasching-Abendprogramm hat Christina Richter aus Lindenberg bereits geplant. "In meinem Café Kohlhund in Immenstadt werden wir eine Modenschau veranstalten", erklärt die Gastronomin. Gerade sucht sie im Hagebaumarkt bunte, mit Pailletten besetzte Hüte für ihre Models aus. "Ich selber spiele Karl Lagerfeld." Als Faschingstrend 2012 schlägt sie Angela Merkel vor. Als Verkleidung brauche man nur "ein Jackett und ein bisschen lispeln", witzelt die Lindenbergerin.
Etwas ratlos dagegen wirken die drei Freundinnen Marita Fäßler (13), Franziska Kling (14) und Elisa Huber (13) zwischen den Angeboten des Baumarktes. Das Motto des Faschingballs ihrer Schule ist noch geheim, deshalb wissen sie nicht, für welche Verkleidung sie sich entscheiden sollen.
"Ich habe mir trotzdem schon aus dem Internet ein Piratenkostüm bestellt. Das kann ich ja dann auf den Umzügen anziehen", sagt Marita aus Lindenberg. Und Franziska überlegt, ob sie sich nicht selber eins näht. "Mäpple und Taschen habe ich schon selbst genäht, vielleicht probiere ich auch einmal ein Faschingskostüm."
Den Stoff dafür findet man zum Beispiel im "Stoffladen". Egal ob gestreift, gepunktet, regenbogenfarben oder seidig glänzend. "Wir helfen, dass man sich beim Nähen nicht zu viel Arbeit macht und zeigen, wie es einfacher geht", sagt die Geschäftsführerin Elke Schmale. Als unkomplizierte Verkleidung zum Selbermachen schlägt sie einen Zwerg oder Robin Hood vor.
"Nur einen passenden Umhang nähen und dazu Leggins mit einem Oberteil kombinieren, schon ist das Outfit fertig." Besonders bei Kindergartenkindern sei diese Art von Verkleidung beliebt. "Im Trend liegen heuer vor allem Tiere. Aber auch Prinzessinnen sind nach wie vor gewünscht" (Schmale).





