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spacer Mittwoch, 10. März 2010 DIE TAGESZEITUNG FÜR DAS WESTLICHE ALLGÄU | GEGRÜNDET 1852   spacer
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AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Zeit für Musik gewordene Poesie
Konzert I - Kostantin Wecker ist ganz nah am Lindauer Publikum - Stehende Ovationen

«Genial», «Der Wahnsinn» - beim Konzert von Konstantin Wecker war das Publikum im vollbesetzten Lindauer Stadttheater total aus dem Häuschen. Am Ende gab es stehende Ovationen für einen Künstler, der seit vier Jahrzehnten Menschen träumen lässt und aufrüttelt.

Er tut dies mit Musik gewordener Poesie, aber auch mit der klaren Ansage an alle, gegen Missstände anzugehen: «Sag nein!» Was der 47er Jahrgang auf die Bühne bringt ist atemberaubend. Er kniet sich hinein in seine Lieder und die Tasten des Flügels, ist ganz nah am Publikum. Die Weckersche Poesie geht unter die Haut. Seine zärtlichen wie leidenschaftlichen Liebeslieder, sein «Genug ist nicht genug» mit dem Blick von ganz unten auf die Stadt: «Ein satter Gott hockt auf den Dächern und predigt von Genügsamkeit», seine Abrechnung mit der Armseligkeit der Macht. Diese Feuer zünden.

Wecker beleuchtet mit unvergleichlichem Sarkasmus den «Tod eines Familienvaters», singt zu fröhlichen Salonorchesterklängen ein «Tanzlied» für die Börsianer und schaut einem Richter auf die Feierabendfinger.

Erste Ergüsse

Schon mit zwölf Jahren hat Konstantin Wecker beschlossen, Lyriker zu werden. Mit 16 Jahren ist ihm beim zweiten Anlauf das Ausbüxen nach Rom geglückt, und nun gibt er in Lindau zum Entzücken der Zuhörer einen Einblick in erste Ergüsse: frühe lyrische Höhenflüge wie «Die Wölfin kauert sich an meine Göttergestalt». «Ein sehr altes Lied», so Wecker schmunzelnd.

«Er ist der Beste», sagt Wecker über seinen musikalischen Begleiter und Freund Jo Barnickel, der ein gehöriges Stück zu der unglaublich dichten Atmosphäre des Konzerts beiträgt. Seit über 16 Jahren seien sie quasi «Siggi und Roy der Pianisten», witzelt Wecker liebevoll.

Wecker lebt was er singt

Am Ende applaudiert ein begeistertes Publikum, trampelt, fordert Zugabe um Zugabe. Kein Problem für Wecker und Barnickel, das machen sie doch sichtlich gerne. Sie improvisieren, werfen sich die Bälle zu, hüpfen vom Papageno bis zum Männlein, das im Walde steht. Und beim letzten Lied und einem Blick auf die Uhr (drei Stunden sind wie im Flug vergangen) stellt man fest, dass Wecker lebt was er singt. Er hat sich Zeit genommen für das Wesentliche: er hat sich Zeit genommen.

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AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Paul-Bäck-Haus wird doch teurer
Zwischenstand - Trotz Eigenleistungen und Einsparungen drohen 50000 Euro Mehrkosten, womit die Million-Grenze überschritten wäre

Die Kosten des Paul-Bäck-Hauses in Heimenkirch sprengen offenbar doch den ursprünglich gesetzten Kostenrahmen von 970000 Euro. Das hat ein Gespräch des Heimenkircher Bauausschusses mit dem planenden Architekten ergeben. Über die Teuerung in Höhe von - nach derzeitigem Stand - 50000 Euro informierte Bürgermeister Markus Reichart den Gemeinderat bei der Sitzung am Montag sowie die anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

Noch in der Januar-Besprechung mit Architekt Wolf Stottele sah es so aus, als könnten die veranschlagten Kosten eingehalten werden. Inzwischen wies Heinz Kleibel, der ehrenamtlich die Bauarbeiten im Paul-Bäck-Haus betreut, Bürgermeister Reichart darauf hin, dass für einige Handwerker bereits Arbeiten über die ausgeschriebenen Leistungsverzeichnisse hinaus entstanden seien.

Reichart veranlasste daraufhin den Architekten, bei den Auftragnehmern Zwischenrechnungen nach aktuellem Stand einzuholen. So wurde deutlich, dass - sofern der Bau entsprechend den vorliegenden Plänen zu Ende geführt werden soll - die 970000 Euro wohl nicht gehalten werden können.

Offenbar sind nicht vorhersehbare, zusätzliche Kosten entstanden - und zwar in vielen Bereichen, angefangen beim Gerüstbau über Dacheindeckung, Schlosser, bis hin zur Aufzugverglasung. Vor dem Bauauschuss sprach Stottele von einer geschätzten Kostenüberschreitung in Höhe von etwa zehn Prozent, was eine Summe von knapp 100000 Euro ergäbe.

Der Ausschuss hat sich laut Reichart umgehend Gedanken gemacht, wo die Planung abgespeckt werden könnte. Vorgeschlagen wurde unter anderem, die Außenanlage weniger aufwendig als vorgesehen zu gestalten - zumal in diesem Bereich im Zuge der Straßenverlegung mit erneuten Eingriffen zu rechnen ist. Das Jugendstilzimmer im ersten Obergeschoss soll zwar erhalten, die gemalte Tapete aber nicht restauriert werden. Verzichtet wird vorerst auch auf eine Instandsetzung eines alten Holzherdes.

Insgesamt, so hoffen die Gemeinderäte, könnte die Kostenüberschreitung so auf 50000 Euro eingedämmt werden. Mehr ist laut Reichart momentan offenbar nicht drin: «Es hilft nichts, wenn wir die Kosten weiter runterrechnen, und dann wird alles doch wieder teurer», sagte er in der Sitzung.

«Kein Luxus»

«Wir wollten keinesfalls die Eine-Million-Grenze knacken», nannte Reichart das ursprünglich gesetzte Ziel. «Das ist aber nach heutigem Stand wohl nicht möglich.» Der Heimenkircher Bürgermeister betonte: «Es wurde nirgendwo Luxus produziert». Und er sagte zu, die Öffentlichkeit weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

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AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Ohne Fastenpredigt
Starkbierfest - Politisches Kabarett auf dem «Scheidegger Blasenberg» - Eintritt frei

Zum 7. Mal findet am kommenden Samstag ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr, freier Eintritt) im Scheidegger Kurhaus das Bockbierfest des CSU-Kreisverbands statt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wird es heuer aber beim «Scheidegger Blasenberg» keine Fastenpredigt von Bruder Josefinus, alias Jo Milz, geben. «Wir gehen diesmal neue Wege und präsentieren statt des sonst üblichen Derbleckens ein teilweise gesungenes, teilweise in Versform gehaltenes politisches Kabarett», verrät Milz vorab. «Die Viehweidler» (Jo Milz, Richard Kinzelmann, Sabine Fäßler, Alexandra Knitz) betrachten schlagzeilenträchtige, politische Themen wie die Griechenland-Pleite, das Landesbank-Debakel oder die diversen Steuer-CDs aus hiesiger Sicht und stellen hintersinnig ungeahnte Zusammenhänge mit dem Westallgäu her: «Wir gehen nicht brachial an unsere Themen heran, sondern zeigen augenzwinkernd die Bezüge zu unserer Heimat auf.»

Neben der Lindenberger Huigarte-Musik tritt wieder Altbürgermeister Georg Schmid als Aushilfspostbote auf. Er nimmt unter anderem das politische Verhältnis zwischen Lindenberg und Scheidegg aufs Korn, steuert zur Sonnenscheindauer im Westallgäu neue Erkenntnisse bei und stellt schon einmal den neuen Bahnhalt in Heimenkirch vor. Sollte allerdings ein politisch Verantwortlicher sich noch ganz kurzfristig ein Fettnäpfchen aussuchen, wird er von Schmid dennoch Post bekommen: «Ich bin bis zur letzten Stunde aufnahmefähig.» (sen)

AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Widerspruch gegen Google Street View
Internet - Gemeinderat Dr. Bernd Ferber sieht Privatsphäre durch Aufnahmen massiv verletzt

Ein Auto fährt mit speziellen Kameras ausgerüstet durch die Straßen und zeichnet 360-Grad-Panomarabilder auf, die später im Internet zu finden sind. So funktioniert Google Street View. Auch in Deutschland wurden bereits Aufnahmen gemacht, die noch 2010 veröffentlich werden sollen - demnächst auch von der Stadt Kempten. Das nahm Gemeinderat Dr. Bernd Ferber zum Anlass für folgenden Appell an seine Ratskollegen: «Wir müssen uns überlegen, ob wir dieser Firma etwas entgegensetzen können.» Für ihn bedeutet das Vorgehen der US-Firma Google, die ihren deutschen Sitz in Hamburg hat, einen massiven Eingriff in die Privatsphäre.

Deshalb solle der Markt Weiler-Simmerberg doch versuchen, sich selbst und seine Bürger zu schützen. Denn Google Street View arbeite so genau, dass Diebe bequem daheim vom PC aus Einbrüche planen könnten. «Haben wir eine Chance, tätig zu werden?», warf Ferber in die Runde.

«Die Firma Google kommt immer mehr ins Zwielicht», meinte auch Bruno Bernhard und rief dazu auf, die gleichnamige Suchmaschine nicht mehr zu nutzen: «Das ist die Macht des kleinen Mannes.»

Die Gemeinde will nun in ihrem Mitteilungsblatt auf diese Problematik aufmerksam machen und auch darauf hinweisen, dass Privatpersonen Einspruch gegen solche Aufnahmen einlegen können. Einen Musterbrief dazu gibt es unter anderem auf der Homepage des Bundestagsabgeordneten Dr. Gerd Müller (Kempten). (bes)

Musterbrief im Internet:

www.gerd-mueller.de

AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Dornröschenschlaf vorbei
Bürgerverein - Lindenauer wollen mehr politisches Gewicht innerhalb der Marktgemeinde Scheidegg - Bündnis vor 22 Jahren gegründet

Seit Anfang Februar ein neuer Vorstand das Ruder beim «Bürgerverein Lindenau» übernommen hat, ist der Dornröschenschlaf, in dem der Verein bis dahin schlummerte, vorbei. Die Mannschaft um den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Bibel will den bereits 1988 gegründeten Zusammenschluss Lindenauer Bürger zu einem schlagkräftigen Instrument der politischen Willensbekundung ausbauen. Unter anderem soll der Verein eine Interessenvertretung von Lindenau innerhalb der Marktgemeinde sein.

Die Gründung des Zweckbündnisses vor 22 Jahren geht auf einen Rechtsstreit mit der Gemeinde Scheidegg bezüglich der Erschließungskosten von Grundstücken zurück. Nachdem der Verein letztlich seine Position juristisch durchgesetzt hatte, aber nicht aufgelöst werden sollte, verlagerte sich das Vereinsleben mehr auf den geselligen Bereich.

Hauptanliegen ist nun, dass sich der kleine Ortsteil Lindenau mit seinen 349 Einwohnern innerhalb der politischen Strukturen der Marktgemeinde Scheidegg (4200 Einwohner) mehr Gewicht erarbeitet. Da die Bayerische Gemeindeordnung keine politischen Mandate wie «Ortsvorsteher» oder «Ortsbeiräte» kennt, hofft Wolfgang Bibel, dass der Bürgerverein «in die entsprechenden Aufgaben und Funktionen hineinwachsen» kann.

«Wir haben ein gutes Verhältnis zu Bürgermeister Ulrich Pfanner und beste Beziehungen zu den Scheideggern, aber eben keine politische Vernetzung», sagt Bibel. Der 71-Jährige lebt seit 1989 in Lindenau und ist emeritierter Professor für Informatik an der Technischen Universität Darmstadt. Derzeit ist Bibel als Experte für die EU-Kommission im Bereich der fachübergreifenden Informationstechnologie tätig.

Derzeit 30 Mitglieder

Auch wenn der Beitritt nur über die Fürsprache von zwei Vereinsmitgliedern als Bürgen möglich ist, hofft der Vereinsvorstand, die Mitgliederzahl von derzeit 30 auf ungefähr 100 Personen schrauben zu können.

Bibel spricht in diesem Zusammenhang von einem «spannenden Mitgliederpotenzial» und meint damit den großen Anteil von Akademikern, Technikern, Wissenschaftlern, Selbständigen, Politikern und Ärzten, die in Lindenau leben. Bibel: «Hier gibt es unglaubliche Typen - da steckt Potenzial drin.»(sen )

Termine: Infoveranstaltung am Freitag, 26. März, ab 18.30 Uhr im Gasthaus «Hirsch» in Hagspiel. Zudem findet am 3. Juli in Lindenau ein Sommerfest statt.

AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Stadt unterstützt den Weltladen
Akapacha - Umsatz gestiegen - Bürgermeister gibt Geschenkkörbe in Auftrag

Erfreulicherweise «gegen den Trend» entwickelten sich die Umsätze im Weltladen Lindenberg. Im Geschäftsjahr 2009 stieg der Umsatz nach einem leichten Rückgang im Vorjahr wieder über das Niveau von 2007.

Durch seinen regelmäßigen Besuch zeigt Bürgermeister Johann Zeh, wie wichtig der Stadt Lindenberg der Erfolg des Weltladens ist, trägt er doch schon durch seinen Standort in der Hauptstraße zur Belebung des Stadtbildes bei.

29 Geschenkkörbe im Gesamtwert von 1200 Euro gab die Stadt beim Weltladen in Auftrag, eine nicht unerhebliche Unterstützung, wie die Vereinsführung hervorhob..

Der Rechenschaftsbericht im Auftrag des Kassenwarts Hans-Martin Böhm zeigte die erfreuliche Entwicklung von Laden und Verein und die genaue und fehlerfreie Verwaltung; bestätigt durch den Bericht der Kassenprüfer Werner Ganß und Egon Beck.

Die nicht zweckgebundenen Spenden wurden einstimmig zu gleichen Teilen auf die drei von Akapacha unterstützten Projekte Djibasso in Burkina Faso, Regenwaldprojekt in Peru und Pesisir in Sulawesi verteilt.

15-jähriges Bestehen gefeiert

Schriftführerin Brigitte Them erinnerte an die zwei größeren Veranstaltungen: der Besuch der Kinderkulturkarawane aus Südafrika mit Tänzen und Liedern am 9. Oktober und das 15-jährige Bestehen des Weltladens am 17. Oktober, das mit einem großen Fest begangen wurde.

Im vergangenen Jahr besuchten auch internationale Jugendgruppenden Weltladen, die im Sommer an einem Lager in der Hauptschule teilnahmen.

Die allseits gutgeheißenen Anträge auf Satzungsänderung, die Böhm im Auftrag des Vorstands einbrachte, bezogen sich auf genauere Formulierungen, die zur berufsgenossenschaftlichen Absicherung aller Mitarbeiter führen sollen, sowie auf die Investition in weitere Geschäftsanteile bei Dritte-Welt-Partner Ravensburg.

Gutscheine für Mitarbeiter

Außerdem gaben die Mitglieder grünes Licht für die Schaffung einer weiteren Stelle für geringfügige Beschäftigung, solange die wirtschaftliche Lage des Vereins und des Laden es zulassen. Abschließend wurden kleine Geschenkgutscheine an alle Mitarbeiter überreicht.(wa)

AUS DEM WESTALLGÄU10.03.2010
Die Tiefgarage muss bereits saniert werden
Haushaltsausschuss - Der Stahl in dem 15 Jahre alten Bauwerk löst sich auf - 600000 Euro bis 2013 im Investitionsprogramm vorgesehen

Der Haushaltsausschuss hat das Investitionsprogramm für die Jahre 2009 bis 2013 genehmigt. Dabei kam zutage, dass die Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum saniert werden muss. In den Jahren 2011 bis 2013 sind zunächst 600000 Euro dafür veranschlagt.

Die endgültigen Kosten wird demnächst ein Gutachter im Bauausschuss vorstellen, der mit der Untersuchung beauftragt worden ist. Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann erläuterte, dass das Tausalz zu «Lochfraß» im Stahl führe, «das heißt, der Stahl löst sich auf.» Dadurch verliert er seine Tragfähigkeit. Es bestehe keine akute Gefahr, der Fraß sei «noch nicht weit fortgeschritten. » Jedoch müsse auf längere Sicht was getan werden.

Dieses Problem hätten viele Tiefgaragen, wusste Kirschenmann. Er schimpfte über die anfangs eingebaute Verdunstungsrinne als «der größte Mist». Ein Entwässerungssystem wäre die bessere Lösung gewesen, wie man es inzwischen im Obergeschoss gemacht habe. Doch im Untergeschoss sei das nicht mehr möglich. Eine neue Kunststoffbeschichtung muss auf den großen Flächen aufgetragen werden. Möglicherweise muss die Betonummantelung der Säulen verstärkt werden.

Daneben hat die Stadt fünf Großprojekte in der langfristigen Planung: die Stadion-Sanierung, die Hallenbad-Sanierung, das Sanierungsgebiet Bräuhaus, die Umgestaltung alter Friedhof und das Reichgelände. Die Stadion-Sanierung steht heuer mit 205000 Euro, nächstes Jahr mit 870000 Euro und 2012 noch einmal mit 300000 Euro im Investitionsprogramm. Für die Hallenbad-Sanierung sind vorsorglich jährlich 100000 Euro in den nächsten drei Jahren vorgesehen. «Wenn wirklich was kommt, wird das zuwenig sein», kommentierte Bürgermeister Johann Zeh den Posten.

Größter Ausgabebrocken ist der Straßenunterhalt. 1,2 Millionen Euro sind für die Jahre 2011 bis 2013 veranschlagt, als Mittelwert der vergangenen Jahre. Nur heuer gibt man sich mit der Hälfte zufrieden.

Auch das Sanierungsgebiet rund ums Bräuhaus und die alte Stadthalle ist mit 100 000 Euro im nächsten Jahr, und je 150000 Euro in den folgenden Jahren, noch im Blick.

Die Umgestaltung des alten Friedhofs, heuer mit 50000 Euro im Etat, würde, wenn der Stadtrat daran festhält, in den Folgejahren 170000 Euro und zweimal 120000 Euro kosten.

Bauhof-Fuhrpark veraltet

Für Bauhof-Fahrzeuge sind 2011 schon mal 100000 Euro vorgesehen. Stadtbaumeister Kirschenmann kündigte an, dass in Zukunft «einiges kommen» werde, weil wohl einige sehr alte Fahrzeuge ausgemustert werden müssen.

Für das Museum auf dem Gelände der alten Hutfabrik sind in den kommenden drei Jahren jeweils 800000 Euro im Programm. Wenn der kühne Plan eines professionell geführten Hutmuseums mit Veranstaltungssaal in dieser Zeit verwirklicht werden sollte, «wird das Geld sicher nicht reichen», sagte Zeh voraus.

AUS DEM WESTALLGÄU09.03.2010
TSV Opfenbach sichert sich vorzeitig den Klassenerhalt
Abstieg ist nach 9:5 kein Thema mehr

Der Abstieg ist kein Thema mehr: Mit einem 9:5 gegen Tabellennachbar TSG Leutkirch III kann der TSV Opfenbach in der Kreisliga A nun einen sicheren Platz im Mittelfeld ins Visier nehmen. Begonnen hatte das Duell allerdings nicht nach Wunsch, da nur P.Klauber/Lingg gewinnen konnten. Nach den Doppeln hieß es somit 1:2. Besser lief es dann in den Einzeln. Wolfgang Lingg (3:0), Peter Klauber (3:0) und Torsten Bitter (3:1) fertigten ihre Gegner kurzerhand ab. Gut gespielt, aber nicht gewonnen hat Uwe Müller bei seiner 1:3-Niederlage. Der erstmals in der Rückrunde eingesetzte Robert Hüber gewann sein Spiel mit 3:1, während Neuzugang Georg Gromer mit 0:3 das Nachsehen hatte.

Somit ging es mit einer knappen 5:4-Führung in die zweite Runde. Wolfgang Lingg musste dann seine ganze Routine einbringen, ehe er mit 3:1 die Punkte holen konnte. Peter Klauber (3:0) und der in der Rückrunde immer noch ungeschlagene Torsten Bitter (3:2) holten die Punkte 7 und 8 für Opfenbach, womit bereits ein Remis gesichert war. Nach einer 1:3-Niederlage von Uwe Müller sicherte Robert Hüber mit einem knappen, aber verdienten 3:1 schließlich den Heimsieg.

2. Mannschaft ist Spitzenreiter

Mit einem knappen 9:7-Sieg beim TC Lindenberg kletterte die 2. Mannschaft des TSV Opfenbach an die Tabellenspitze in der Kreisklasse B.

Die Punkte erzielten Klauber/Schuster (2) und Breyer/Meisburger in den Doppeln sowie Christian Breyer (2), Michael Schuster (2), Alexander Kuhn und Josef Meisburger. Somit kann sich Opfenbach II berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. (kl)

AUS DEM WESTALLGÄU09.03.2010
Wieder mehr Besucher auf Kunsteis
Bilanz - Fast 14000 Eisläufer seit November gezählt - Natureisbahn für Stockschießen geplant

Die letzten Schüler tummeln sich heute auf dem Lindenberger Kunsteis, abends wird die Anlage für diese Saison abgedreht. Zeit für den Förderverein, eine erste Bilanz zu ziehen. Und die fällt positiv aus. Fast 14000 Besucher sind seit November gezählt worden, 27 Prozent mehr als in der Saison zuvor.

180 Mitglieder

Der Förderverein hatte 2008/09 erstmals eine Saison auf dem Kunsteis organisiert. Schon damals hatten die ehrenamtlich Tätigen deutlich mehr Besucher begrüßt. Jetzt noch einmal. «Die Anlage wird angenommen, wir spüren großen Rückhalt», freut sich Oliver Baldauf, Vorsitzender des 180 Mitglieder starken Vereins. Ein Plus gibt es in allen Bereichen. So sind deutlich mehr Besucher zum Publikumslauf gekommen (plus 17 Prozent). Regelrecht geboomt haben die Eisdiskos. Bis zu 150 Besucher wurden gezählt. Bezahlt gemacht hat sich die Verlegung von Samstagabend auf den späten Freitagnachmittag. «Ideal für Kinder und Familien», sagt Rudi Epp, einer der fleißigsten Helfer. Noch größer ist das Plus bei den Schulen: 3500 Buben und Mädchen (Vorsaison: 2166) haben ihre Runden auf dem Kunsteis gedreht.

Vor allem Einrichtungen aus Lindenberg, Scheidegg, Weiler und Heimenkirch nutzen die Anlage, dazu die Laubenbergschule im Argental. «Die Schulen unterstützen uns sehr», sagt Rudi Epp, der selber teilweise um 4 Uhr in der Früh auf der Anlage stand, um das Eis von Schnee zu befreien und für den Betrieb mit Schulen herzurichten.

«Ohne Zuschuss geht es nicht»

Besuch ist das eine, ie Finanzen das andere: Da ist dem Förderverein eine «Punktlandung gelungen». Baldauf: «Mit Einnahmen und Ausgaben liegen wir exakt im Plan». Die Kasse belastet hat der warme November, der die Energiekosten in die Höhe trieb. Zudem hat einer der beiden Zamboni, mit denen das Eis bereitet wird, einen Motorschaden erlitten.

Trotz der ehrenamtlichen Arbeit ist der Verein auf Unterstützung angewiesen: 20000 Euro Betriebskostenzuschuss gibts von der Stadt. «Ohne geht es nicht», ist Baldauf nach der zweiten Saison überzeugt.

Um Kosten zu sparen, denkt der Verein im kommenden Jahr an kleinere Änderungen. So wird der Betrieb vermutlich eine Woche später aufgenommen, um die Energiekosten zu senken. Den richtigen Saisonstart zu finden ist freilich immer ein Balanceakt, wie Rudi Epp schildert. Ist es noch warm, steigen Energiebedarf und Kosten. Fällt dagegen schon richtig Schnee, kann das Eis nicht mehr bereitet werden.

Dachstuhl wird saniert

Im Sommer hat der Verein erneut Sanierungsarbeiten geplant. So soll der Dachstuhl des Eisheimes erneuert werden. «Es geht mittlerweile an die Substanz», beschreibt Oliver Baldauf die Schäden. Dem Verein schwebt ein Pultdach vor, in das die bestehende Anzeigetafel integriert wird. Bleibt noch Geld übrig, soll auch die Fassade gerichtet werden. Im kommenden Jahr dann steht die Trockenlegung des Kellers an. Ebenfalls geplant ist es, über den Sommer eine Natureisbahn für Stockschützen anzulegen. Epp: «Das kann dann völlig unabhängig vom Betrieb auf dem Kunsteis laufen».

AUS DEM WESTALLGÄU09.03.2010
Überholmanöver in der Luft
Skicross - Mann gegen Mann: Robin Leonhardt vom TSV Gestratz fährt beim Wettkampf in Thalkirchdorf im Finale auf den zweiten Platz

Bei eisigen Temperaturen gab es spannende Zweikämpfe zu sehen beim Germann-Skicross in Thalkirchdorf, der vom SC Lindenberg ausgerichtet wurde. Allerdings mussten die Helfer Schwerstarbeit leisten, um die Strecke von dem vielen Neuschnee freizuschaufeln. Aufgrund der starken Schneefälle musste bereits am Vortag der geplante HWK-Cup deshalb auch abgesagt werden.

Die Strecke in Thalkirchdorf wurde von ASV-Trainer Martin Polzer gebaut und war mit fünf Kickern, mehreren Wellen und einer Steilwandkurve anspruchsvoll, aber gut zu meistern, wenngleich es schon einiges an Mut erforderte, mit voller Geschwindigkeit über die Sprünge zu gehen.

Beim Einzelzeitfahren zeigte sich schon, dass mit Florian Eigler (SC Pfronten) aus der deutschen Nationalmannschaft ein Topfavorit am Start war. Mit Rennläufern aus Österreich, Tschechien und Holland war ein internationales Starterfeld ins Allgäu gekommen. Lokalmatadorin Sarah Reisinger (Lindenberg) war nicht am Start, da sie beim Weltcup in Schweden war und dort den guten 15. Platz belegte.

Drei Westallgäuer gegeneinander

In der unteren Hälfte des K.o.-Baumes kam es im Viertelfinale zu einer spannenden Begegnung. Dort waren mit Benjamin Karch (SC Oberstaufen), Robin Leonhardt (TSV Gestraz) und Philip Boch (SC Lindenberg) gleich drei Athleten aus dem Westallgäu in einem Durchgang (genannt «Heat») dabei. Robin Leonhardt konnte sich in einem spektakulären Überholmanöver in der Luft an den zweiten Platz schieben und erreichte damit das Halbfinale. Auch im Halbfinale setzte er sich durch, musste aber dann im Finale von der ungünstigsten Startposition ins Rennen gehen. Aber er nutze seinen Heimvorteil, und mit einem extrem guten Start konnte er sich hinter dem führenden Florian Eigler auf Rang 2 festsetzen. Dieser Platz war bis ins Ziel heiß umkämpft, letztlich sicherte sich Robin Leonhardt aber in einem Fotofinish den zweiten Platz.

Bei den Frauen setzte sich mit Stephanie Hartl (SG Haushamm) ebenfalls die Favoritin durch. (wa)

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